HTML5 – die Zukunft für eMagazine?

29 Nov

Früher wurden Online-Magazine hauptsächlich als Flash-Book oder (interaktives) PDF realisiert. Ersteres besticht durch Flexibilität und komfortable Animationsmöglichkeiten, das zweite durch einfache, standardisierte Erstellung. Dies hat sich nicht zuletzt durch den Erfolg des iPhone und später des iPads radikal geändert.

Das iPhone veränderte  grundlegend den Markt der Smartphones, das iPad schuf eine neue Produktkategorie: die Tablet-Computer. Beide Geräte unterstützen den bisher verwendeten Standard Flash nicht. Apple traf die strategische Entscheidung auf allen iOS Geräten nur offene Standards wie HTML5 statt proprietärer Systeme wie Flash (Adobe) zu unterstützen. Als Gründe dafür wurde von Apple vor allem mangelnde Zuverlässigkeit, Sicherheit und Performance angeführt. Anfangs war Flash noch auf Mobilgeräten des großen Wettbewerbers Android (Google) verfügbar, das hat sich jedoch mit der Version 4.1. (Jelly Bean) geändert. Jetzt bietet Adobe Flash nur noch für Windows und Mac an. Beide Apple Geräte hatten einen gewaltigen Einfluss auf die Art und Weise wie wir heute Medien konsumieren und haben die Tore geöffnet für eine neue Welt der Online Publikationen. Textpassagen und multimediale Elemente werden nahtlos ineinander verwoben. Online Publikationen müssen heute deutlich interaktiver und quasi intuitiv mit dem Finger nutzbar sein. Diese Anforderungen lassen sich mit PDF nicht umsetzen. Flash wäre dazu zwar grundsätzlich geeignet, fällt aber aus technischen Gründen weg.

Die Alternative ist die Programmiersprache HTML5. Obwohl sie täglich weiterentwickelt wird, wird dieser neue Standard bereits heute von allen Browsern (neuere Generation) und allen Plattformen und Geräten (PC & Mac, alle Tablets und Smartphones egal ob iOS, Android oder Windows) unterstützt. Damit bietet HTML5 die Möglichkeit plattformübergreifende Publikationen und Apps interaktiv zu realisieren. Es ist nicht mehr notwendig für jede Plattform eine eigene Publikation oder App neu zu programmieren. HTML5 ermöglicht mehr Interaktivität, bietet mehr Freiheiten im Layout und bessere Lesbarkeit durch Einsatz von Webfonts und erfüllt damit  Grundanforderungen von eMagazinen. Darüber hinaus lassen sich beispielsweise Audio- und Video deutlich einfacher in Webseiten einbinden. Gleichzeitig kann man mit HTML5 auch auf native (im Gerät eingebaute) Funktionen wie Lokalisierung oder Kamera nahtlos zugreifen was ständig neue Möglichkeiten für Online Publikationen schafft.

Die neuen Möglichkeiten kann man am besten an einem konkreten Beispiel testen. Vor kurzem hat die Deutsche Telekom Ihr Kundenmagazin „telekom_life“ erstmals als reines HTML5-Magazin herausgebracht. Unter www.telekom-life-magazin.de kann man dieses innovative eMagazin finden. Das Magazin ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen bubblebridge und dem Münchner Verlag Journal International. bubblebridge war für die gesamte technische Realisierung verantwortlich. In einem unserer nächsten Blogbeiträge werden wir mehr zu den technischen Hintergründen und möglichen Fallstricken berichten.

Autor: Christoph Grass

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