Tag Archives: B2B

Rückblick – unsere populärsten Artikel des Jahres

8 Jan

Bevor wir uns den spannenden Marketingthemen des Jahres 2014 widmen, wollen wir noch einmal kurz auf unsere „Highlights“ des letzten Jahres zurückblicken. Welche Themen haben Sie am meisten interessiert?  Falls Sie einen Beitrag verpasst haben finden Sie hier noch einmal Ihre Top 5:

Marketingrückblick

Unsere Topbeiträge des Jahres 2013:

  1. Slow Marketing – gut Marketing will Weile haben?
    Warum es sich auch im Marketing lohnt, sich etwas Zeit zu nehmen.
  2. Wie viel Marketing kann Ihre Personalabteilung?
    Marketingkenntnisse werden auch im Personalbereich immer wichtiger. Sind Sie vorbereitet?
  3. Facebook – not made for B2B
    Die Grenzen von Facebook im B2B Marketing.
  4. Heute schon jemanden begeistert?
    Kundenzufriedenheit ist die Pflicht, Kunden begeistern die Kür.
  5. SEO – what you need to know (Part 1 of 3)
    Eine einfache Einführung in die Suchmaschinenoptimierung.

Wir bedanken uns sehr herzlich für alle Kommentare und wünschen einen guten Start ins Jahr 2014. Weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Autor: Christoph Grass

Google

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Heute schon jemanden begeistert?

14 Oct

Nach langem Winter und verregneten Frühling und aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre waren meine Erwartungen an den Sommer nicht sonderlich hoch. Die dann folgende stabile Schönwetterlage mit Sonnenschein und hohen Temperaturen hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen, mich überrascht. Der Sommer hat mich begeistert. Lange Vorrede um einerseits zu erklären, warum ich unseren Blog so lange sträflich vernachlässigt habe, zum anderen um auf mein heutiges Thema „Begeisterung“ im Marketing einzuleiten.

Sneaker

Die systematische Messung von Kundenerwartungen und das professionelle Management von Kundenzufriedenheit gehören schon seit einiger Zeit zum Handwerkszeug eines guten Marketingleiters. Im Normalfall ist der Kunden zufrieden, wenn die erhaltene Leistung in etwa der erwarteten Leistung entspricht. So lange man das im Griff hat stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Kunde wiederkommt. Allerdings wird er wohl kaum viele Worte über das Erlebte verlieren.  Eine “normale” Leistung ist in der Regel kein spannendes Thema für den Stammtisch oder soziale Netzwerke. Zufriedenheit alleine ist kein Differenzierungsmerkmal – zumindest in Branchen mit funktionierendem Wettbewerb. Zudem sind Kundenerwartungen nicht statisch sondern verändern sich im Laufe der Zeit. In den letzten Jahren haben Technische Entwicklungen (z.B. Suchmaschinen, Soziale Netzwerke, Preisvergleichsportale etc.) die Kundenerwartungen noch weiter befeuert. Die Erwartungen der Kunden haben sich so stark und so schnell erhöht, dass sich viele Unternehmen anstrengen müssen, die Erwartungen auch weiterhin noch erfüllen zu können. Fatal für den, der von der Entwicklung überrascht wird. Deshalb sollte ein konsequentes Kundenzufriedenheitsmanagement zum absoluten Pflichtprogramm jedes Unternehmens gehören. Nur wer regelmäßig misst kann rechtzeitig korrigierend eingreifen.

Doch wir wollten über Begeisterung sprechen. Begeisterung ist eine starke emotionale Bindung an ein Produkt oder eine Marke die entsteht, wenn die Erwartungen des Kunden signifikant überraschend und wiederholt übertroffen werden (Dr. Benjamin Brudler). Begeisterte Kunden sind treu und werden durch aktive Weiterempfehlung an Ihre Freunde und Bekannte sogar zu Markenbotschaftern. Doch Vorsicht – nur wer die Pflicht (Kundenzufriedenheit) beherrscht kann sich auch an die Kür wagen: Kunden begeistern!

Wie kann ich (systematisch) Kunden begeistern?

  1. Analyse:
    Überlegen Sie sich was Sie an welcher Stelle im Unternehmen anders machen können als Ihre Wettbewerber. Die Veränderungen sollten den Kundennutzen positiv beeinflussen und Überraschungspotenzial haben. Die Hebel können materieller (innovative Technologie, Service, Qualität, Design, Einfachheit) oder immaterieller Natur (Exklusivität, Vergnügen, Mystik, Authentizität) sein.
  2. Try and Error:
    Testen Sie die neuen Ideen mit einem begrenzten Kundenkreis. Beobachten und messen Sie den Erfolg. Haben Sie keine Angst vor dem Misserfolg – nicht jede Idee wird sich durchsetzen.
  3. Profitabilität:
    Vergessen Sie nicht vor lauter Begeisterung die nüchternen Zahlen. Berechnen Sie die Kosten der Veränderungen (Zugaben, Prozessänderungen, Investitionen in Technik etc.) und stellen Sie diese dem erwarteten Nutzen gegenüber. Realisieren Sie keine Ideen, die Ihre Profitabilität aufzehren.

Probieren Sie es aus – es lohnt sich: nichts ist so motivierend wie begeisterte Kunden!

Autor: Christoph Grass

Google

Bubble Bulletin – die Social Media und Marketing News der Woche! (KW16)

19 Apr

Weekly News Summary

Die Marketing- und Social Media News der Woche im kompakten Format. Diese Woche mit Englisch von Werbern, Google+ als neuem Liebling der B2B Marketer und warum Facebook weniger gut für B2B geeignet ist, Facebook Chat Heads jetzt auch bei Apple und wie ein Katalogversender vor den Eltern von der Schwangerschaft erfährt… Viel Spaß!

1. Englische Werbeslogans in deutscher Werbung – Simply doof?

Die Kölner Agentur „Endmark“ hat zum wiederholten Male untersucht, wie deutsche Verbraucher englische Werbeslogans verstehen. Im Fokus standen dieses Jahr die Claims von Automobilherstellern. Nicht ganz überraschend kommt bei den Kunden oft nicht die richtige Botschaft an. Stattdessen erzeugen sie nur Verwirrung und Kopfschütteln. Das sollten Markenhersteller in Zukunft lieber vermeiden. Einen amüsanten Artikel dazu liefert ausgerechnet die Bild-Zeitung, einen Auszug aus der Studie finden Sie hier.

2. Google+ der neue Liebling der B2B-Marketer?

Nach einer gerade von B2B Marketing veröffentlichten Studie glauben viele B2B Marketer, dass Google+ bis 2014 stark an Bedeutung gewinnen wird. Die befragten Experten erwarten einen Anstieg der Relevanz von derzeit 9% auf 29%. Damit läge Google+ nur noch leicht hinter Facebook (31%). Der derzeitigen Nummer 1 (Twitter) wird dagegen ein starker Bedeutungsverlust (-26%) zugunsten von Content-orientierten Plattformen wie Pinterest vorhergesagt. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse auf Deutsch gibt es hier.

3. B2B und Facebook: passt nicht richtig zusammen!

Passend zur gerade erwähnten Studie haben wir diese Woche in unserem Blog die Eignung von Facebook für B2B Marketer untersucht. Das populäre Netzwerk eignet sich hervorragend für B2C Kommunikation – für B2B Marketing ist es leider weniger gut geeignet. Dafür wurde es ursprünglich auch nicht entwickelt. Lesen Sie mehr dazu direkt im Blogbeitrag.

4. Chat Heads jetzt auch auf iOS

Vor kurzem hat Facebook seine neue Android-App „Facebook-Home“ vorgestellt, die ausgewählte Android Smartphones in „Facebook-Phones“ verwandelt. Eine der visuell auffälligsten und durchaus gelungenen Neuheiten sind die sogenannten Chat-Heads. Erhält man eine Nachricht von einem Facebook-Freund so erscheint ein kleines rundes Icon mit dem Facebook-Bild des Freundes auf dem Bildschirm. Tippt man dieses an so erscheint direkt die Nachricht. Eine Übersicht über weitere Änderungen in den iOS Apps finden Sie bei Social Secrets.

5. Big Brother: wir sind schwanger und der Katalogversender weiß es zuerst?

Wir leben in einer Zeit der vollkommenen Vernetzung. Firmen vernetzen und analysieren verschiedensten Datenquellen in Echtzeit. Stichworte wie Big Data und predictive CRM sind in aller Munde. Aber kann ein Katalogversender von einer Schwangerschaft erfahren, die man noch gar nicht öffentlich gemacht hat? Wenn ja, mit welchen Analysemethoden funktioniert das? Ein von Babykatalogen überraschtes amerikanisches Paar hat nachgeforscht. Das interessante Ergebnis lesen Sie bei „The Atlantic“.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

Autor: Christoph Grass

Google

Facebook: not made for B2B

16 Apr

Facebook started as a network for university students and grew to the biggest social network for all ages (approx. 1.06 billion monthly active users). Then Facebook needed to earn money and they re-invented themselves as a marketing tool. Facebook started to offer advertising space (ads), company pages and promoted posts to allow companies to use Facebook for their marketing purposes. Today there are many examples that marketing on Facebook actually works – as long as you are selling to consumers (B2C).

 Entertainment

Most Facebook users still look for distraction and entertainment. They want to connect with their friends and socialize, they share their life with their group of friends by posting updates, pictures, videos etc. to their Timeline. They read the posts of their friends and interact by clicking on “like”, leaving a comment or even sharing the post with his or her group of friends. People share what they think is interesting to their friends. Therefore spare time activities (family pictures, travel, events, music, movies, sports, shopping etc.) clearly dominate the posts – professional topics are still rather an exception.

B2B marketer face 2 main challenges on Facebook:

  1. How do I find my relevant target audience in Facebook?
  2. How can I produce relevant messages that are suitable for a social network?

1.Your target audience – or how to find the needle in the haystack?

B2B marketers often target a very specific audience. Imagine your company sells nuts & bolts, tractors or electronics parts. You want to reach people who buy these products (purchaser) or influence the purchasing decision (user, consultants etc.). How can you find the relevant few among the approx. 1 billion Facebook users? It’s a bit like the famous needle in a haystack. Unless your customers do not find you (e.g. because you promoted your Facebook page on other media) you will probably try to place an ad on Facebook. Obviously it is quite expensive and inefficient to show your ad to all users. Therefore Facebook allows you to filter the audience with a set of mostly predefined categories. Most of these categories (gender, age, hobbies etc.) are not very helpful for a B2B marketer. The most relevant one is certainly the “precise interest” field. There you can play around with search terms that are relevant for your area of business (products, brands, competitors etc.). Facebook will show you immediately how many users have expressed interest in these areas on their Timelines and gives you the possibility to target them. So if someone states on his Timeline that he or she likes tractors, is in a tractor-lovers group or liked another page about tractors you will be able to find them. But the more specific your business is the more difficult it will be to find your target audience on Facebook. Who will state on a social network that he or she is a professional buyer for toilet seats? So chances are high that it will take you a long time to build up a fan base. 

2.Virality: entertain or in vain 

If many people share and like a post it gets viral and reaches a lot of people beyond the original audience (group of friends of the original author). Companies obviously hope for similar effects to distribute their marketing messages to a larger audience. Unfortunately viral effects are not guaranteed. When you start a company page, only the few people who like your page (fans) will automatically see your posts on their news stream. More fans means more people get to see your message. A larger number of fans also increase the chance that one of your posts might get viral. But this is only one part of the game – the most important factor is the content of your post.

Especially for B2B marketer it is challenging to produce and distribute relevant content that is suitable for a social network like Facebook. As stated before, most people use Facebook for entertainment purposes. Therefore entertaining content has a much higher chance to get liked and shared. Our experience shows that entertaining content performs approx. 10 times better than normal business content (in terms of “likes” and “shares”). As a consequence it is very unlikely that your business content ever gets viral and will be seen beyond your original audience (fans of your page). For most friends of your fans it will simply be irrelevant – unless they have a similar job. The viral effect in a social network can unfortunately also work against you – and this is also true for B2B. Bad news about your company can easily be spread and become real “shitstorms”.

Summary:

If you want to add Social Media to your B2B marketing strategy and budget and resources are limited, marketing on Facebook would not be our first choice. First priority is to continuously create good content that then can be leveraged across multiple social platforms. Post your articles, videos etc. on a company blog and promote them through professional networks like LinkedIn and Xing that offer excellent targeting options. Users of these platforms are more open for professional content than Facebook users. This strategy also helps you to drive more traffic to your homepage and improves search ranks.

Gaining followers on Facebook is more difficult and more time-consuming for B2B companies. So do not expect short-term results. If you start a Facebook company page then do it for the right reasons. A good Facebook page can contribute to the company image and play an important part in an employer branding strategy. Lead generation is more difficult than in other professional networks like LinkedIn and Xing because Facebook was simply not made for B2B.

Author: Christoph Grass

Google

Bubble Bulletin – die Social Media und Marketing News der Woche! (KW15)

12 Apr

Weekly News Summary

Die Marketing- und Social Media News der Woche im kompakten Format. Diese Woche geht es um den schwächelnden PC-Markt, Werbung auf Instagram, die harte Realität der Zeitungsbranche, die Relevanz von B2B-Marken, den Einfluss von Online-Shops auf den stationären Handel und den Aufbau starker Marken. Viel Spaß!

1. Der Siegeszug der Tablets geht weiter – die PC und Laptopverkäufe brechen im Q1 drastisch ein

Das Marktforschungsinstitut IDC vermeldet im PC Tracker für das Q1/2013 den größten Einbruch der weltweiten PC und Laptopverkäufe der jemals registriert wurde. Laut IDC wurden 76,3 Millionen Einheiten weltweit verkauft, ein Rückgang von 13,9% im Vergleich zum Vorjahrsquartal. Analysten sehen mehrere Gründe für diese Entwicklung. Zum einen setzt sich der Trend fort, den PC durch Tablets oder Smartphones zu ersetzen. Auf der anderen Seite scheint das neue Windows 8 nicht wie gewünscht einzuschlagen. Die neue Nutzeroberfläche (Kacheln) stößt nicht bei allen Nutzern auf Gegenliebe und außerdem führt der verstärkte Einsatz von Touchscreens zu einer Verteuerung der Geräte.

2. Instagram: wie werbe ich auf einer Plattform, die keine Werbemöglichkeiten anbietet?

Instagram ist mit derzeit ca. 90 Millionen aktiven Nutzern pro Monat eines der populärsten Sozialen Netzwerke. Nicht zuletzt deshalb hat es Facebook letztes Jahr für ca. 1 Milliarde Dollar übernommen. Die enormen Nutzerzahlen machen das Netzwerk natürlich für alle B2C Marketer interessant. Allerdings gibt es bis heute keine Möglichkeit Anzeigen oder ähnliches zu schalten. Nutzer können lediglich Fotos mit Gleichgesinnten teilen, diese bewerten und kommentieren. Wie man Instagram trotzdem für Marketingaktionen nutzen kann zeigen einige große Marken. Sie nutzen Beeinflusser (Nutzer mit einer besonders hohen Anzahl Follower), die sie für gesponserte Aktionen engagieren. Mehr Details liefert ein interessanter Beitrag von Marion aan ‘t Goor.

Und hier noch ein kleiner Schmunzler für Zwischendurch: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Instagram und Vine (Videodienst von Twitter)? Die Antwort gibt es hier.

3. Die harte Realität der Zeitungsbranche – Vergleich Anzeigenerlöse Google vs. US Newspaper Industry

Der Vergleich der Entwicklung der Anzeigenerlöse der amerikanischen Zeitungen im Vergleich zu den Anzeigenerlösen von Google zeigt die harte Realität der Zeitungsbranche. Die Anzeigenerlöse amerikanischer Zeitungen liegen inzwischen wieder auf dem Niveau von 1953. In nur 4 Jahren sind die Umsätze um 50% gefallen. Weltweit verdient Google doppelt so viel mit Werbung wie die gesamte amerikanische Zeitungsbranche. Vergleicht man allein den amerikanischen Markt (Schätzwerte) kommt Google nicht ganz auf das Werbevolumen der amerikanischen Zeitungen. Allerdings zeigt der Trend bei Google stark aufwärts und bei den Zeitungsverlagen weiter abwärts. Einen interessanten Beitrag von Mathew Ingram zu diesem Thema gibt es hier.  

4. Auch Einkäufer kaufen lieber starke Marken (B2B)

Die Unternehmensberatung McKinsey hat in einer aktuellen Befragung herausgefunden, dass für Einkäufer deutscher Großunternehmen die Markenstärke und Qualität der Kommunikation zusammengenommen genau so wichtig sind wie der Produktpreis. Damit spielt das Marketing und die Marke eine deutlich wichtigere Rolle im B2B-Bereich als oft angenommen. Da dieser Bereich in vielen B2B-Unternehmen noch stark vernachlässigt wird steckt hier enormes Differenzierungspotential sowie die Chance auf Premium-Preise für starke Marken.

Mehr dazu in der Pressemitteilung von McKinsey.

5. Im Web schauen – im Geschäft kaufen

Eine neue Studie des ECC Köln zeigt wie stark die Wechselwirkungen zwischen Online Shops und stationärem Handel inzwischen sind. Immer mehr Konsumenten informieren sich vorab im Webshop oder bei Suchmaschinen bevor sie im Ladengeschäft einkaufen (2011: 23% / 2013: ca. 33%). Damit kommt Online-Shops auch für den stationären Handel eine immer wichtigere Rolle zu. Sie sind das virtuelle Schaufenster und Einkaufsberater in einem. Hier geht es zur Cross-Channel-Studie des ECC Köln.

6. In sieben Schritten zu einer starken Marke

Bei uns im Blog beschreibt Paul Trealeaven in 7 Schritten den Weg zu einer starken Marke. Eine Marke ist etwas sehr persönliches und einzigartiges – fast wie ein Baby. Sie braucht viel Liebe und Leidenschaft um groß und stark zu werden. Mehr dazu hier.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

Autor: Christoph Grass

Google

Erst die Hausaufgaben, dann posten

7 Feb

Die Marketingwelt scheint sich derzeit nur noch um Social Media zu drehen. Kein Thema wird intensiver und kontroverser diskutiert. Die Meinungen der Fachleute gehen dabei weit auseinander. Während einige bereits das Ende des Hypes voraussagen investieren viele Firmen noch in den Aufbau von Social Media Strategien. Doch was ist richtig?

Die Wahrheit liegt wohl wie so oft in der Mitte. Mit etwas nüchterner Distanz lässt sich folgendes sagen: Social Media sind da und werden wohl nicht mehr verschwinden – aber sie sind auch nicht die Lösung für alle Marketingprobleme. Soziale Netzwerke bieten vielfältige interessante Vermarktungsmöglichkeiten für Unternehmen aber Stand heute gibt es nur wenige Firmen, die sich nur über Social Media vermarkten und überleben. Gerade im B2B-Bereich wird das wohl auch noch längere Zeit so bleiben. Deshalb betrachten wir Social Media eher als einen Baustein in einer erfolgreichen Marketingstrategie als den Stein des Marketingweisen. Doch dieser Baustein hat es in sich. Wer auf Social Media setzt muss vorher seine Hausaufgaben machen und danach jeden Tag. Noch stärker als früher müssen alle Marketingkanäle aufeinander abgestimmt und Botschaften synchronisiert werden. Inkonsistente Kommunikation wird gerade im Netz sonst schnell zum Bumerang.

Pylonen

Sechs Hausaufgaben, die sie besser vorher erledigen sollten:

1. Mitarbeiter im Shop oder am Telefon sollte keine anderen Aussagen machen als der Blog oder die Facebookseite. Generell sollten Ihre Mitarbeiter für sie relevante Neuigkeiten erfahren bevor sie im Internet gepostet werden. Wer in Social Media investiert dem muss auch klar sein, dass er in interne Kommunikation investieren muss.

2. Planen Sie Social Media Aktivitäten langfristig in Ihr Budget (Geld und Ressourcen) ein. Social Media Erfolge kommen nicht über Nacht. Sie werden lange sähen und düngen müssen bevor Sie die ersten Erträge sehen. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand gute, für die Kunden wertvolle Inhalte zu erstellen.

3. Integrieren Sie alle Marketing- und Kommunikationsaktivitäten (nicht nur Social Media). Nie war konsistente Kommunikation über alle Kanäle wichtiger als heute. Optimieren Sie die Chancen, dass Ihre Botschaften auch ankommen.

4. Überlegen Sie bei allen Aktivitäten ob sie positiv auf Ihre Marke einzahlen, zu Ihr passen und diese nicht beschädigen. Ein unbedachter Post kann schnell die Reputation Ihrer Marke beeinträchtigen. Jeder Mitarbeiter sollte das verinnerlichen.

5. Social Media sind keine kommunikative Einbahnstrasse. Rechnen Sie mit (auch kritischem) Dialog und lernen Sie ihn schätzen. Stellen Sie sicher, dass Sie zeitnah auf Anfragen und Kritik reagieren können. Das erfordert geschultes Personal, Planung und regelmäßige Überwachung.

6. Machen Sie sich am besten schon vorher Gedanken über eine Social Media Exit-Strategie – falls Sie dazu gezwungen sind Ihr Engagement zu beenden. Wie kommunizieren Sie den Ausstieg professionell an Ihre Fans, wie sichern Sie Inhalte und was schalten Sie wie ab? Bedenken Sie, dass das Netz Inhalte nicht so schnell vergisst.

Autor: Christoph Grass

Google

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