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Bubble Bulletin – die Social Media und Marketing News der Woche! (KW16)

19 Apr

Weekly News Summary

Die Marketing- und Social Media News der Woche im kompakten Format. Diese Woche mit Englisch von Werbern, Google+ als neuem Liebling der B2B Marketer und warum Facebook weniger gut für B2B geeignet ist, Facebook Chat Heads jetzt auch bei Apple und wie ein Katalogversender vor den Eltern von der Schwangerschaft erfährt… Viel Spaß!

1. Englische Werbeslogans in deutscher Werbung – Simply doof?

Die Kölner Agentur „Endmark“ hat zum wiederholten Male untersucht, wie deutsche Verbraucher englische Werbeslogans verstehen. Im Fokus standen dieses Jahr die Claims von Automobilherstellern. Nicht ganz überraschend kommt bei den Kunden oft nicht die richtige Botschaft an. Stattdessen erzeugen sie nur Verwirrung und Kopfschütteln. Das sollten Markenhersteller in Zukunft lieber vermeiden. Einen amüsanten Artikel dazu liefert ausgerechnet die Bild-Zeitung, einen Auszug aus der Studie finden Sie hier.

2. Google+ der neue Liebling der B2B-Marketer?

Nach einer gerade von B2B Marketing veröffentlichten Studie glauben viele B2B Marketer, dass Google+ bis 2014 stark an Bedeutung gewinnen wird. Die befragten Experten erwarten einen Anstieg der Relevanz von derzeit 9% auf 29%. Damit läge Google+ nur noch leicht hinter Facebook (31%). Der derzeitigen Nummer 1 (Twitter) wird dagegen ein starker Bedeutungsverlust (-26%) zugunsten von Content-orientierten Plattformen wie Pinterest vorhergesagt. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse auf Deutsch gibt es hier.

3. B2B und Facebook: passt nicht richtig zusammen!

Passend zur gerade erwähnten Studie haben wir diese Woche in unserem Blog die Eignung von Facebook für B2B Marketer untersucht. Das populäre Netzwerk eignet sich hervorragend für B2C Kommunikation – für B2B Marketing ist es leider weniger gut geeignet. Dafür wurde es ursprünglich auch nicht entwickelt. Lesen Sie mehr dazu direkt im Blogbeitrag.

4. Chat Heads jetzt auch auf iOS

Vor kurzem hat Facebook seine neue Android-App „Facebook-Home“ vorgestellt, die ausgewählte Android Smartphones in „Facebook-Phones“ verwandelt. Eine der visuell auffälligsten und durchaus gelungenen Neuheiten sind die sogenannten Chat-Heads. Erhält man eine Nachricht von einem Facebook-Freund so erscheint ein kleines rundes Icon mit dem Facebook-Bild des Freundes auf dem Bildschirm. Tippt man dieses an so erscheint direkt die Nachricht. Eine Übersicht über weitere Änderungen in den iOS Apps finden Sie bei Social Secrets.

5. Big Brother: wir sind schwanger und der Katalogversender weiß es zuerst?

Wir leben in einer Zeit der vollkommenen Vernetzung. Firmen vernetzen und analysieren verschiedensten Datenquellen in Echtzeit. Stichworte wie Big Data und predictive CRM sind in aller Munde. Aber kann ein Katalogversender von einer Schwangerschaft erfahren, die man noch gar nicht öffentlich gemacht hat? Wenn ja, mit welchen Analysemethoden funktioniert das? Ein von Babykatalogen überraschtes amerikanisches Paar hat nachgeforscht. Das interessante Ergebnis lesen Sie bei „The Atlantic“.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

Autor: Christoph Grass

Google

Big Data – ich seh den Kunden vor lauter Daten nicht!

14 Mar

Wahrscheinlich haben Sie den Begriff  Big Data schon gehört oder gelesen? Klingt ein bisschen wie der technikverliebte Nachfolger von Big Brother. Das Schaffen von totaler Transparenz im Unternehmen spielt tatsächlich eine große Rolle. Je nachdem wem man glauben will handelt es sich bei Big Data entweder nur um ein neues Marketing-Buzzword oder aber den neuen Heilsbringer für Ihr Unternehmen.

Big Data

Doch was heißt Big Data eigentlich? 

Es gibt keine offizielle Definition für Big Data. Im Grunde genommen handelt es sich um die Erfassung, Speicherung und Echtzeit-Analyse sehr großer und komplexer Datenmengen aus allen Unternehmensbereichen. Zur Charakterisierung werden oft die sogenannten 3 V’s herangezogen: Die Datenmenge (Volume) ist deutlich umfangreicher, die Verschiedenheit (Variety) und Komplexität deutlich größer und die Geschwindigkeit (Velocity) mit der die Daten generiert werden, ist schneller als alles, was Unternehmen bisher gesehen haben (Vgl. Intel). Firmen sammeln heutzutage Unmengen an Daten (Klicks, Transaktionen etc.) aus unterschiedlichen Quellen (Online, Call Center, Shop etc.), die dann oft unstrukturiert in unterschiedlichen Datenformaten (Texte, Dokumente, Bilder) vorliegen. Moderne IT-Systeme und Analysesoftware erlauben es, diese Datenmengen heute quasi in Echtzeit zu analysieren.

Wie kann ich Big Data im Marketing nutzen?

  1. Die Echtzeitanalyse von Daten aus allen Unternehmensbereichen (Lagerbestände, Abverkäufe, Suche) kann z.B. zur Früherkennung von Trends, zur kontinuierlichen Optimierung des Angebotes eines Onlineshops und zur Steuerung von Marketingmaßnahmen genutzt werden.
  2. Darüber hinaus kann man deutlich detailliertere und genauere Kundensegmentierungen durchführen und darauf aufbauend auf diese Zielgruppe zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen entwickeln.
  3. Nutzungsdaten und Serviceberichte können wertvollen Input für die Entwicklung der nächsten Produkt- oder Servicegeneration liefern
  4. Managemententscheidungen können sich auch akkuratere und aktuellere Daten stützen

Was brauche ich, um Big Data nutzen zu können?

Im Moment wird das Thema primär als IT-Thema diskutiert und man könnte den Eindruck bekommen es würde reichen sich die richtige IT anzuschaffen und diese liefert dann alle Ergebnisse quasi auf Knopfdruck. Das ist falsch. Richtig ist, dass die IT-Industrie das Thema Big Data derzeit stark propagiert, um damit leistungsstarke Server und Analysesoftware zu verkaufen. Eine leistungsstarke IT (Server, Datenspeicher, Datenbanken / Data Warehouse, Analysesoftware etc.) ist natürlich die Grundvoraussetzung für die Nutzung von Big Data. Doch das allein bringt noch nicht viel. Die wirkliche Herausforderung kommt nicht auf den CIO sondern den Personalchef zu.

Denn was nützen uns all die schönen Daten, wenn wir vor lauter Bits und Bytes den Kunden nicht mehr sehen? Gesucht wird eine neue Generation von Datenexperten, die in der Lage sind, an der Schnittstelle zwischen Marketing, Business und IT zu arbeiten. Sie müssen die fürs Marketing bzw. Business relevanten Fragen stellen und die dafür geeigneten Analysemethoden auswählen. Sucht man z.B. nach neuen Kundensegmenten so muss man bei einer Vielzahl an Parametern nach Zusammenhängen suchen und Daten aus verschiedenen Quellen sinnvoll miteinander verknüpfen. Nur dann kann die Analysesoftware aus der riesigen Datenmenge auch sinnvolle Ergebnisse herausfiltern. Diese Ergebnisse gilt es dann auf Plausibilität zu prüfen und entsprechend zu interpretieren und zu bewerten bis man ein neues (interessantes) Kundensegment identifiziert hat. Big Data kann dafür wertvolle Hinweise liefern – doch der geschulte Experte muss die dafür notwendigen Datenbankabfragen definieren und die Ergebnisse in konkrete Maßnahmen überführen: Wie kann man das neue Kundensegment beschreiben? Wie kann man das Segment ansprechen und welche neue Produkte/Dienstleistungen kann man für diese Kunden entwickeln? Erst dann wird aus Big Data auch Big Money. Doch diese Experten sind im Moment noch sehr rar. Deshalb sollten Sie sich erst auf die Suche nach einem Datenexperten machen bevor Sie Ihre IT für Big Data hochrüsten.

Autor: Christoph Grass

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