Tag Archives: Markenführung

Rückblick – unsere populärsten Artikel des Jahres

8 Jan

Bevor wir uns den spannenden Marketingthemen des Jahres 2014 widmen, wollen wir noch einmal kurz auf unsere „Highlights“ des letzten Jahres zurückblicken. Welche Themen haben Sie am meisten interessiert?  Falls Sie einen Beitrag verpasst haben finden Sie hier noch einmal Ihre Top 5:

Marketingrückblick

Unsere Topbeiträge des Jahres 2013:

  1. Slow Marketing – gut Marketing will Weile haben?
    Warum es sich auch im Marketing lohnt, sich etwas Zeit zu nehmen.
  2. Wie viel Marketing kann Ihre Personalabteilung?
    Marketingkenntnisse werden auch im Personalbereich immer wichtiger. Sind Sie vorbereitet?
  3. Facebook – not made for B2B
    Die Grenzen von Facebook im B2B Marketing.
  4. Heute schon jemanden begeistert?
    Kundenzufriedenheit ist die Pflicht, Kunden begeistern die Kür.
  5. SEO – what you need to know (Part 1 of 3)
    Eine einfache Einführung in die Suchmaschinenoptimierung.

Wir bedanken uns sehr herzlich für alle Kommentare und wünschen einen guten Start ins Jahr 2014. Weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Autor: Christoph Grass

Google

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Sommerloch? Dann gehen Sie doch zur Digital Marketing Academy!

22 Jul

In den Sommermonaten laufen die Geschäfte urlaubs- und temperaturbedingt oft etwas langsamer. Endlich einmal Zeit, um etwas durch zu schnaufen und sich fachlich auf den neuesten Stand zu bringen. Eine gute Gelegenheit bietet die Digital Marketing Academy, die unser Kunde Adobe dieses Jahr zum ersten Mal veranstaltet. Adobe hat fünf bekannte Webexperten eingeladen, die Ihre Erfahrung weitergeben und topaktuelle Marketingthemen erklären.

Digital Marketing Academy

Das Programm:

  • 19.8. Dietmar Dahmen (Chief Innovation Officer, ecx.io): “Digitale Markenführung – überzeugende Erlebnisse statt Logos”
  • 20.8. Joachim Graf (iBusiness): “Big Data – Muster erkennen und relevante Informationen bereitstellen”
  • 21.8. Martin Meyer-Gossner (TheStrategyWeb): “Multichannel – über viele Wege den Connected Consumer erreichen”
  • 22.8. Matthias Bettag (DAA Country Manager): “Webanalyse – vom einfachen Reporting zu Predictive Analytics”
  • 23.8. Dr. Alexander Rossmann (Uni St. Gallen): “Social Marketing – so ermitteln Sie den ROI

Die Webinare finden jeweils um 11h statt und dauern ca. 45 Minuten. Anschliessend werden im Live-Chat Eure Fragen beantwortet.

Die kostenlose Anmeldung finden Sie hier. Viel Spaß!

Autor: Christoph Grass

Google

Slow Marketing – gut Marketing will Weile haben?

26 Feb

Nein, das ist nicht die raffinierte Ausrede Ihrer Werbeagentur, die einen gewünschten Liefertermin nicht einhalten kann. Slow Marketing ist ein Marketingansatz, über den es sich nachzudenken lohnt. Sie kennen vielleicht die Slow Food – Bewegung: sie propagiert Produkte mit authentischem Charakter (regional und saisonal), die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Lebensmittel, die nach Slow-Food-Kriterien angebaut, produziert, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Ohr, Mund und Händen an ihre Region binden. Slow Food steht für Werte wie Nachhaltigkeit, Fairness und Qualität. Diese ursprünglich in Italien entwickelte Idee hat inzwischen zahlreiche Anhänger auf der ganzen Welt gefunden. Sie hat in unserer von stetigem Wandel, steigender Geschwindigkeit und kühlem Effizienzdenken geprägten Welt scheinbar einen Nerv getroffen. Das Gute liegt nicht unbedingt in der Ferne – man findet es auch um die Ecke.

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Inspiriert von einem guten Mittagessen stellt sich uns die Frage, ob sich diese Idee auch auf die Marketingwelt übertragen lässt? Macht Slow Marketing Sinn und wie würde das aussehen?

Die Bloggerin Evelyn Rodriguez schreibt sinngemäß: persönliche Beziehungen sind der zentrale Punkt von „Slow Marketing“, die Authentizität des unmittelbaren Erleben. Slow Marketing wird auch als eine Bewegung definiert, die auf engagierte Verbraucher abzielt. Verbraucher, die Teil des Prozesses sind und bewusste Kaufentscheidungen auf Basis von zwischenmenschlicher Erfahrungen und Verbindungen treffen. In seiner radikalen Form eignet sich Slow Marketing sicher eher für kleine, regional tätige Unternehmen. Paradebeispiel ist der örtliche Landwirt, Künstler, Wirt oder Berater, der seine eigenen Produkte oder Dienstleistungen und damit eigentlich ein Stück weit sich selbst vermarktet. Das direkte Erleben (Probieren), die Geschichte hinter dem Werk oder dem Künstler, die beeindruckende oder sympathische Persönlichkeit des Wirts oder der gute (kostenlose) fachliche Rat tragen dazu bei eine Beziehung und damit Vertrauen aufzubauen.  Ein Slow Marketer weiß was er kann (und was er nicht kann) und überlegt sich deshalb genau, wofür er steht (Positionierung) und zu welchen Kunden er passt (Zielgruppe). Bis er das so genau weiß kann allerdings einige Zeit vergehen. Die richtige Positionierung basiert selten auf genialer Eingebung sondern ist meist das Ergebnis eines (langsamen) iterativen (Reife-)Prozesses: man probiert, diskutiert, verwirft und probiert erneut. Doch wenn man soweit ist, fällt es einem deutlich leichter seine Kernbotschaft zu formulieren und konsistent zu kommunizieren. Genau das zeichnet eigentlich starke Marken aus: ein klarer Markenkern, verständliche Kernbotschaften und konsistente Kommunikation. Qualität geht vor Geschwindigkeit.

Slow Marketing zielt auf langfristige Kundenbeziehungen (Customer Lifetime Value) und nicht auf kurzfristige Deals, die zwar auf die Schnelle Quartalszahlen retten aber am Ende viel verbrannte Erde hinterlassen können. Slow Marketing bedeutet seinem Gegenüber genau zuzuhören, um zu verstehen, was der potentielle Kunde wirklich will. Nur wenn es wirklich passt macht man ihm ein Angebot. Hat man Zweifel dann empfiehlt man ihm einen besser geeigneten Anbieter. Das muss man sich natürlich erst einmal trauen. Aber: ein zufriedener Kunde wird den guten Rat nicht vergessen und kommt zurück. Das Vertrauen wächst und diese Erfahrungen wirken sich auch positiv auf das Weiterempfehlungsverhalten der Kunden aus.

Aus unserer Sicht eignet sich Slow Marketing nicht nur für kleine, lokale Unternehmen. Wenn man das Konzept etwas weiter fasst lassen sich viele Elemente auch auf größere überregional tätige Unternehmen übertragen. Statt der Persönlichkeit des Unternehmers steht die Marke im Mittelpunkt. Shannon Clark beschreibt einen „Slow Brand“ als eine Marke, die klar für etwas steht: für ein konsequentes Versprechen, für konsistentes Messaging das sich Zeit nimmt und den Zuhörer respektiert. Gerade in schnelllebigen, innovativen Branchen kann das den Unterschied machen. Klare Positionierung, konsequente Botschaften und konsistente Kommunikation sollte sich jede Firma auf die Fahnen schreiben. Nehmen Sie sich die Zeit diese Themen durchzudenken, zu testen und zu revidieren. Schnellschüsse führen meist nur dazu, dass Sie die Positionierung bald wieder ändern müssen. Und das baut nicht unbedingt Vertrauen bei Ihren Kunden auf. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht sinnvoll den Look (Corporate Design) Ihrer Firma alle 2 Jahre zu überarbeiten nur weil Ihre eigene Marketingabteilung das Design nicht mehr sehen kann. Ihre Kunden fangen dann gerade erst an den „Look“ zu erkennen und mit Ihrer Firma zu verbinden. Slow Marketing propagiert grundsätzlich intensiven persönlichen Kontakt mit Ihren Kunden, um Vertrauen aufzubauen und diese in verschiedene Unternehmensprozesse einzubinden. Die richtige Personalauswahl wird daher für Slow Brands essentiell wichtig. Die Mitarbeiter sind die ersten Markenbotschafter. Wo der direkte Kontakt nicht möglich ist bieten sich heute Soziale Netzwerke als Ersatz an. Diese basieren auf dem Konzept des (meist kostenlosen) Teilens von Inhalten, Interaktion und dem Bilden von Netzwerken. Man gewinnt Fans durch gute Inhalte, respektvolle Interaktion und den behutsamen Aufbau von Beziehungen. Ein durchaus langwieriger Prozess, der oft unterschätzt wird. Ein Blog oder Engagement in sozialen Netzwerken passen daher sehr gut ins Slow Marketing Konzept – Twitter aufgrund seiner extremen Verkürzung und Geschwindigkeit eher weniger.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Marke denn Slow Brands leben länger!

Autor: Christoph Grass

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Erst die Hausaufgaben, dann posten

7 Feb

Die Marketingwelt scheint sich derzeit nur noch um Social Media zu drehen. Kein Thema wird intensiver und kontroverser diskutiert. Die Meinungen der Fachleute gehen dabei weit auseinander. Während einige bereits das Ende des Hypes voraussagen investieren viele Firmen noch in den Aufbau von Social Media Strategien. Doch was ist richtig?

Die Wahrheit liegt wohl wie so oft in der Mitte. Mit etwas nüchterner Distanz lässt sich folgendes sagen: Social Media sind da und werden wohl nicht mehr verschwinden – aber sie sind auch nicht die Lösung für alle Marketingprobleme. Soziale Netzwerke bieten vielfältige interessante Vermarktungsmöglichkeiten für Unternehmen aber Stand heute gibt es nur wenige Firmen, die sich nur über Social Media vermarkten und überleben. Gerade im B2B-Bereich wird das wohl auch noch längere Zeit so bleiben. Deshalb betrachten wir Social Media eher als einen Baustein in einer erfolgreichen Marketingstrategie als den Stein des Marketingweisen. Doch dieser Baustein hat es in sich. Wer auf Social Media setzt muss vorher seine Hausaufgaben machen und danach jeden Tag. Noch stärker als früher müssen alle Marketingkanäle aufeinander abgestimmt und Botschaften synchronisiert werden. Inkonsistente Kommunikation wird gerade im Netz sonst schnell zum Bumerang.

Pylonen

Sechs Hausaufgaben, die sie besser vorher erledigen sollten:

1. Mitarbeiter im Shop oder am Telefon sollte keine anderen Aussagen machen als der Blog oder die Facebookseite. Generell sollten Ihre Mitarbeiter für sie relevante Neuigkeiten erfahren bevor sie im Internet gepostet werden. Wer in Social Media investiert dem muss auch klar sein, dass er in interne Kommunikation investieren muss.

2. Planen Sie Social Media Aktivitäten langfristig in Ihr Budget (Geld und Ressourcen) ein. Social Media Erfolge kommen nicht über Nacht. Sie werden lange sähen und düngen müssen bevor Sie die ersten Erträge sehen. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand gute, für die Kunden wertvolle Inhalte zu erstellen.

3. Integrieren Sie alle Marketing- und Kommunikationsaktivitäten (nicht nur Social Media). Nie war konsistente Kommunikation über alle Kanäle wichtiger als heute. Optimieren Sie die Chancen, dass Ihre Botschaften auch ankommen.

4. Überlegen Sie bei allen Aktivitäten ob sie positiv auf Ihre Marke einzahlen, zu Ihr passen und diese nicht beschädigen. Ein unbedachter Post kann schnell die Reputation Ihrer Marke beeinträchtigen. Jeder Mitarbeiter sollte das verinnerlichen.

5. Social Media sind keine kommunikative Einbahnstrasse. Rechnen Sie mit (auch kritischem) Dialog und lernen Sie ihn schätzen. Stellen Sie sicher, dass Sie zeitnah auf Anfragen und Kritik reagieren können. Das erfordert geschultes Personal, Planung und regelmäßige Überwachung.

6. Machen Sie sich am besten schon vorher Gedanken über eine Social Media Exit-Strategie – falls Sie dazu gezwungen sind Ihr Engagement zu beenden. Wie kommunizieren Sie den Ausstieg professionell an Ihre Fans, wie sichern Sie Inhalte und was schalten Sie wie ab? Bedenken Sie, dass das Netz Inhalte nicht so schnell vergisst.

Autor: Christoph Grass

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