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Digital Native auf dem 2. Bildungsweg – re:publica 2013

7 May

Seit Montag treffen sich nun bereits zum 7. Mal Blogger und digitale Businessprofis auf der re:publica 2013. In der STATION Berlin tummeln sich ca. 5000 Vertreter der europäischen Internetszene und mehr als 350 Referenten. Und ich bin mittendrin.

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Meine Generation ist mit den ersten Home Computern aufgewachsen (Commodore 64 , Amiga, Atari etc.) doch kamen Mobiltelephone oder gar Smartphones erst Mitte 30 in unser Leben. Zu früh geboren, um ein Digital Native zu sein, versuche ich es jetzt auf dem zweiten Bildungsweg. Schon aus beruflicher Notwendigkeit und angeborener Neugierde beschäftige ich mich intensiv mit Sozialen Medien und den neuesten Entwicklungen in Internet. Und jetzt wage ich mich erstmals allein unter die Nerds.

Hier auf der re:publica schleppt jeder mindestens ein Smartphone, Tablet oder Notebook mit sich herum. Die meisten haben gleich mehrere Geräte samt Accessories dabei. Schon auf den ersten Blick kann man eine der Besonderheiten der re:publica erkennen: die Diversität der Teilnehmer. Vom klassischen Nerd bis zum Hipster und Business Punk ist alles dabei. Die Menschen sind so unterschiedlich wie die Themen Ihrer Blogs. Ein Augenschmauß und gleichzeitig eine sehr anregende Atmosphäre.

Meine erste Aufgabe besteht darin, aus über 300 Sessions die interessantesten für mich auszuwählen. Dabei stellt mich nicht nur die pure Masse vor Herausforderungen – oft verstehe ich nicht einmal die Titel der Vorträge – erst ein Blick in die Beschreibung bringt Licht ins Dunkel der Formulierungen. Ein paar Highlights aus meinem persönlichen Programm werde ich jetzt kurz vorstellen. Die Auswahl spiegelt sehr gut das breite Spektrum der Veranstaltung wider: von Innovation über Netzpolitik zur digitalen Gesellschaft.

Community Organizing – lessons from Obama for America 2012
Gleich zu Beginn ein hochkarätiger Vortrag. Betsy Hoover, die Verantwortliche für die Organisation von Communities (online und offline) der Obama-Kampagne, berichtete über die Herausforderungen und Strategien einer der erfolgreichsten politischen Kampagnen der letzten Jahre. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Online-Ansprache, Aktivierung und Entwicklung von Unterstützern und deren Gewinnung für Offline-Engagement.

403 Forbidden: A Hands on Experience of the Iranian Internet
Wie sieht eigentlich das Internet im Iran aus? Iraner leiden unter sehr langsamen Verbindungen (56kbps), strenger Überwachung und schwer nachvollziehbarer, willkürlicher Zensur. So wird beispielsweise die Homepage von Justin Bieber und das Nachrichtenportal Spiegel Online geblockt, der britische Guardian oder das Schwulenmagazin TED sind dagegen frei zugänglich.

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YouTube macht die Stars von heute
Während die Blogger immer älter werden zieht eine junge Generation von Online-Content-Kreatoren mit YouTube-Channeln an Ihnen vorbei und begeistert hundertausende bis Millionen Zuschauer. Die jungen YouTube-Stars werden professionell gemanagt und können Ihren Weberfolg auch monetarisieren. Bewegtbild schlägt Text – zumindest bei jüngeren Zielgruppen. Deshalb ist YouTube inzwischen die zweitgrößte Suchmaschine nach Google!

Life with extra Senses – How to become a Cyborg
Die Künstler Neil Harbisson und Moon Ribas sind die Gründer der Cyborg Foundation. Sie versuchen die menschlichen Sinne durch kybernetische Körperergänzungen zu erweitern. So kann der von Geburt an farbenblinde Harbisson inzwischen mit technischer Hilfe Farbetöne und -intensitäten hören und seine Partnerin Ribas mit Hilfe spezieller Ohrringe Bewegungen hinter Ihrem Körper wahrnehmen. Und das ist erst der Anfang…

Saisonrückblick Social Media Recht
Die beiden Rechtsanwälte Henning Krieg und Thorsten Feldmann blicken gemeinsam sehr anschaulich auf die wichtigsten Gerichtsentscheidungen und Gesetzesänderungen des Jahres mit Bezug auf Blogging, Social Media und Internet im Allgemeinen. Dabei wird deutlich, dass das Internet zwar keineswegs ein rechtsfreier Raum ist aber die Gesetzgebung dem technischen Fortschritt weit hinterherläuft. Näheres dazu kann man in den Blogs der Referenten nachlesen. (Henning Krieg und Thorsten Feldmann)

Autor: Christoph Grass

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Bubble Bulletin – die Social Media und Marketing News der Woche! (KW18)

3 May

Weekly News Summary

Die Marketing- und Social Media News der Woche im kompakten Format. Diese Woche bringt Evian unser Baby-Ich zurück, wir fragen uns wie Marketing und Personalwesen zusammenpasst, Facebook zeigt massives Wachstum im Mobile Advertising und wir bereiten uns auf die re:publica 2013 vor.

1. Die Evian-Babies sind zurück

Die französische Getränkemarke Evian (Danone) präsentiert eine neue Folge seiner berühmten Baby-Spots diesmal unter dem Motto Baby&Me. Die Darsteller des Films begegnen und interagieren mit Ihren eigenen Baby-Ichs.

Seit der Präsentation des ersten Baby-Spots „Water babies“ im Jahre 1998 spielen Babies die Hauptrolle in der Kommunikation von Evian.  Der 2009 veröffentlichte Spot „Roller Babies“ ist am dritt-meisten gesehene Werbekampagne aller Zeiten (206 Millionen Views (Visible Measures)). Danone hat es geschafft die Marke Evian auf sehr amüsante und einzigartige Weise mit positiven Werten aufzuladen. Wir sind gespannt auf die interaktive Fortsetzung der Kampagne, die es Nutzern erlauben soll Ihrem eigenen Baby-Ich zu begegnen. Dazu genügt es ein eigenes Photo hochzuladen…

2. Wie viel Marketing muss eine Personalabteilung können?

In unserem Artikel der Woche beschäftigen wir uns mit den gestiegenen Marketinganforderungen für Personaler. Die Verbreitung von Sozialen Medien und der zunehmende Wettbewerb um Fachkräfte zwingt Unternehmen immer stärker auf eine ganzheitliche und konsistente Kommunikation zu setzen. Dabei spielt die Personalabteilung eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Deshalb sollten Personal- und Marketingabteilung eng verzahnt werden. Den ganzen Beitrag lesen Sie hier.

3. Facebook: starke Zuwächse im Mobile Advertising

Die für Marketingverantwortlichen wohl interessanteste Meldung zu den Quartalszahlen von Facebook betrifft die Werbeumsätze. Bereits seit einiger Zeit setzt Facebook verstärkt auf mobile Geräte und hat deshalb in zahlreiche Updates seiner mobilen Apps investiert. Diese Strategie scheint sich auszuzahlen. Inzwischen erwirtschaftet Facebook bereits fast ein Drittel seiner Werbeumsätze über Smartphones und Tablets (nach 23% im Q4/12). Weitere Details kann man z.B. bei Social Secrets nachlesen.

4. re:publica 2013 – Berlin wird zum Mittelpunkt der europäischen Digitalszene

Nächste Woche treffen sich zum inzwischen 7. Mal mehrere Tausend Blogger und digitale Businessprofis im ehemaligen Kreuzberger Postbahnhof. Die re:publica deckt das gesamte Themenspektrum der Digitalen Gesellschaft ab. 2008 gab es über 200 Stunden Programm über 3 Tage auf 8 Bühnen. Ein Viertel der  4000 Besucher (2008) kam aus dem Ausland, um 350 Speaker aus über 30 Ländern zu erleben. Wir freuen uns drauf und werden nächste Woche von unseren Erfahrungen berichten.

5. Regelmäßig informiert werden?

Wenn Ihnen unser Rückblick gefällt können Sie ihn jede Woche bekommen. Abonnieren Sie den Blog über RSS oder erhalten Sie die Artikel direkt in Ihre Email-Inbox (einfach Ihre Email-Adresse in das Abofeld in der rechten Navigationsleiste eingeben – fertig!). Wir freuen uns auch über Likes auf unserer bubblebridge Facebook-Seite.

Viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

Autor: Christoph Grass

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