Tag Archives: Soziale Netzwerke

Rückblick – unsere populärsten Artikel des Jahres

8 Jan

Bevor wir uns den spannenden Marketingthemen des Jahres 2014 widmen, wollen wir noch einmal kurz auf unsere „Highlights“ des letzten Jahres zurückblicken. Welche Themen haben Sie am meisten interessiert?  Falls Sie einen Beitrag verpasst haben finden Sie hier noch einmal Ihre Top 5:

Marketingrückblick

Unsere Topbeiträge des Jahres 2013:

  1. Slow Marketing – gut Marketing will Weile haben?
    Warum es sich auch im Marketing lohnt, sich etwas Zeit zu nehmen.
  2. Wie viel Marketing kann Ihre Personalabteilung?
    Marketingkenntnisse werden auch im Personalbereich immer wichtiger. Sind Sie vorbereitet?
  3. Facebook – not made for B2B
    Die Grenzen von Facebook im B2B Marketing.
  4. Heute schon jemanden begeistert?
    Kundenzufriedenheit ist die Pflicht, Kunden begeistern die Kür.
  5. SEO – what you need to know (Part 1 of 3)
    Eine einfache Einführung in die Suchmaschinenoptimierung.

Wir bedanken uns sehr herzlich für alle Kommentare und wünschen einen guten Start ins Jahr 2014. Weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Autor: Christoph Grass

Google

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Bubble Bulletin – die Social Media und Marketing News der Woche! (KW12)

22 Mar

Weekly News Summary

Die Marketingwelt dreht sich so schnell – wer kann da noch auf dem Laufenden bleiben? Wir bringen Ihnen jeden Freitag eine kompakte Zusammenfassung der aus unserer Sicht interessantesten Neuigkeiten der Woche aus der Welt der Social Media und Marketingstrategie.

1. WhatsApp wird auch für iPhone kostenpflichtig 

Der beliebte Messaging-Dienst WhatsApp (Kurznachrichten/Bilder/Videos) wird jetzt auch für Nutzer von Apple Geräten kostenpflichtig. WhatsApp wird – wie bei anderen Plattformen wie Android bereits üblich – eine Jahresgebühr einführen. Der genaue Betrag wurde noch nicht kommuniziert – er wird aber wohl unter einem Euro pro Jahr liegen. Damit bleibt WhatsApp eine sehr kostengünstige Alternative zu SMS/MMS.

2. Facebook ändert den Newsfeed und überarbeitet die Mobile App

Facebook hat diese Woche gleich mehrere Neuerungen lanciert. Die wohl auffälligste ist die komplette Überarbeitung der Startseite und des Newsfeeds. Die Startseite wirkt aufgeräumter und soll benutzerfreundlicher sein. Selber testen können wir das aber erst in den kommenden Wochen, wenn das Design schrittweise an alle Nutzer ausgerollt wird. Einen ersten Eindruck bekommen Sie jetzt schon hier. Auffallend ist die stärkere Betonung visueller Elemente (größere Darstellung von Bildern und Videos) und eine Vereinheitlichung des Looks auf allen Geräten (Computer und Mobil). Zukünftig soll man auch auswählen können, was man in seinem Newsfeed sehen will. Wir sind gespannt. Außerdem gab es ein kleineres Update für die Mobile App (iOS). Interessanteste Neuerungen sind die Möglichkeit sein Profilbild jetzt auch vom Mobilgerät aus verändern zu können sowie Vereinfachungen beim Erstellen von Gruppennachrichten. Diese können jetzt (ähnlich wie bei der Browserversion) mit wenigen Klicks erstellt und versendet werden.

3. Google startet Notizendienst Google Keep und stoppt den beliebten Google Reader

Google hat sich diese Woche nicht gerade beliebt gemacht. Im Rahmen des fast schon traditionellen Frühjahrsputzes hat Google sein Portfolio unter die Lupe genommen und wird aus seiner Sicht uninteressante Produkte zum 1. Juli einstellen. Dabei hat es auch den durchaus beliebten Google RSS Reader erwischt. Dieser ermöglichte es neuen Inhalten auf Webseiten zu folgen, ohne diese jedes Mal neu besuchen zu müssen. Die News werden wie in einem Nachrichtenticker angezeigt. Diese Entscheidung hat für viel Unmut und Protest im Netz gesorgt  und zeigt die Problematik und Risiken von kostenlosen Angeboten deutlich auf. Der Wettbewerber Feedly freut sich über eine halbe Million neuer Kunden und muss Serverkapazitäten aufstocken.

Die schlechten Nachrichten haben einem neuen Dienst von Google – dem Online Notizbuch Google Keep – einen schlechten Start beschert. Der minimalistisch gestaltete Dienst macht im Moment primär Notizzetteln Konkurrenz. Im Vergleich zu etablierten Lösungen wie z.B. Evernote fehlen (noch) viele grundlegende Funktionen (z.B. Verschlagwortung, Offline-Funktionen, keine Möglichkeit zur Zusammenarbeit mehrerer Nutzer). Derzeit lassen sich über die App für Android und die Browserversion nur Text- und Sprachnotizen speichern, Listen anlegen und Fotos hochladen. Das ist noch zu wenig.

4. Happy Birthday Twitter! – der Kurznachrichtendienst wird 7 Jahre alt
Gestern vor 7 Jahren startete Twitter mit einem Tweet des Mitbegründers Jack Dorsey. Heute versuchen 200 Millionen aktive User Ihre wichtigen, witzigen und sonstigen Nachrichten in 140 Zeichen zu pressen. Davon verschicken wir täglich 400 Millionen in die ganze Welt. Twitter fasst die Geschehnisse in einem kurzen Geburtstagsvideo zusammen. Seit kurzem hat Twitter auch Videodienst namens Vine – nachzulesen auch in unserem Blogbeitrag.

5. Bubble News – neues Mitglied im Blog-Team
Wir freuen uns ein neues Mitglied in unserem Blog-Team begrüßen zu dürfen. Paul Treleaven, ein erfahrener Creative Director und Copywriter aus Australien schreibt für uns über interessante Marketingthemen nicht nur aus Down Under. Sein erster englischsprachiger Beitrag ist ein zweiteiliger Artikel zum Thema SEO. Teil 1 “Wozu brauche ich SEO” lesen Sie hier. Nächsten Dienstag folgt Teil 2 “Wie funktioniert SEO”.

Wie wünschen viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

Autor: Christoph Grass

Google

Slow Marketing – gut Marketing will Weile haben?

26 Feb

Nein, das ist nicht die raffinierte Ausrede Ihrer Werbeagentur, die einen gewünschten Liefertermin nicht einhalten kann. Slow Marketing ist ein Marketingansatz, über den es sich nachzudenken lohnt. Sie kennen vielleicht die Slow Food – Bewegung: sie propagiert Produkte mit authentischem Charakter (regional und saisonal), die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Lebensmittel, die nach Slow-Food-Kriterien angebaut, produziert, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Ohr, Mund und Händen an ihre Region binden. Slow Food steht für Werte wie Nachhaltigkeit, Fairness und Qualität. Diese ursprünglich in Italien entwickelte Idee hat inzwischen zahlreiche Anhänger auf der ganzen Welt gefunden. Sie hat in unserer von stetigem Wandel, steigender Geschwindigkeit und kühlem Effizienzdenken geprägten Welt scheinbar einen Nerv getroffen. Das Gute liegt nicht unbedingt in der Ferne – man findet es auch um die Ecke.

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Inspiriert von einem guten Mittagessen stellt sich uns die Frage, ob sich diese Idee auch auf die Marketingwelt übertragen lässt? Macht Slow Marketing Sinn und wie würde das aussehen?

Die Bloggerin Evelyn Rodriguez schreibt sinngemäß: persönliche Beziehungen sind der zentrale Punkt von „Slow Marketing“, die Authentizität des unmittelbaren Erleben. Slow Marketing wird auch als eine Bewegung definiert, die auf engagierte Verbraucher abzielt. Verbraucher, die Teil des Prozesses sind und bewusste Kaufentscheidungen auf Basis von zwischenmenschlicher Erfahrungen und Verbindungen treffen. In seiner radikalen Form eignet sich Slow Marketing sicher eher für kleine, regional tätige Unternehmen. Paradebeispiel ist der örtliche Landwirt, Künstler, Wirt oder Berater, der seine eigenen Produkte oder Dienstleistungen und damit eigentlich ein Stück weit sich selbst vermarktet. Das direkte Erleben (Probieren), die Geschichte hinter dem Werk oder dem Künstler, die beeindruckende oder sympathische Persönlichkeit des Wirts oder der gute (kostenlose) fachliche Rat tragen dazu bei eine Beziehung und damit Vertrauen aufzubauen.  Ein Slow Marketer weiß was er kann (und was er nicht kann) und überlegt sich deshalb genau, wofür er steht (Positionierung) und zu welchen Kunden er passt (Zielgruppe). Bis er das so genau weiß kann allerdings einige Zeit vergehen. Die richtige Positionierung basiert selten auf genialer Eingebung sondern ist meist das Ergebnis eines (langsamen) iterativen (Reife-)Prozesses: man probiert, diskutiert, verwirft und probiert erneut. Doch wenn man soweit ist, fällt es einem deutlich leichter seine Kernbotschaft zu formulieren und konsistent zu kommunizieren. Genau das zeichnet eigentlich starke Marken aus: ein klarer Markenkern, verständliche Kernbotschaften und konsistente Kommunikation. Qualität geht vor Geschwindigkeit.

Slow Marketing zielt auf langfristige Kundenbeziehungen (Customer Lifetime Value) und nicht auf kurzfristige Deals, die zwar auf die Schnelle Quartalszahlen retten aber am Ende viel verbrannte Erde hinterlassen können. Slow Marketing bedeutet seinem Gegenüber genau zuzuhören, um zu verstehen, was der potentielle Kunde wirklich will. Nur wenn es wirklich passt macht man ihm ein Angebot. Hat man Zweifel dann empfiehlt man ihm einen besser geeigneten Anbieter. Das muss man sich natürlich erst einmal trauen. Aber: ein zufriedener Kunde wird den guten Rat nicht vergessen und kommt zurück. Das Vertrauen wächst und diese Erfahrungen wirken sich auch positiv auf das Weiterempfehlungsverhalten der Kunden aus.

Aus unserer Sicht eignet sich Slow Marketing nicht nur für kleine, lokale Unternehmen. Wenn man das Konzept etwas weiter fasst lassen sich viele Elemente auch auf größere überregional tätige Unternehmen übertragen. Statt der Persönlichkeit des Unternehmers steht die Marke im Mittelpunkt. Shannon Clark beschreibt einen „Slow Brand“ als eine Marke, die klar für etwas steht: für ein konsequentes Versprechen, für konsistentes Messaging das sich Zeit nimmt und den Zuhörer respektiert. Gerade in schnelllebigen, innovativen Branchen kann das den Unterschied machen. Klare Positionierung, konsequente Botschaften und konsistente Kommunikation sollte sich jede Firma auf die Fahnen schreiben. Nehmen Sie sich die Zeit diese Themen durchzudenken, zu testen und zu revidieren. Schnellschüsse führen meist nur dazu, dass Sie die Positionierung bald wieder ändern müssen. Und das baut nicht unbedingt Vertrauen bei Ihren Kunden auf. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht sinnvoll den Look (Corporate Design) Ihrer Firma alle 2 Jahre zu überarbeiten nur weil Ihre eigene Marketingabteilung das Design nicht mehr sehen kann. Ihre Kunden fangen dann gerade erst an den „Look“ zu erkennen und mit Ihrer Firma zu verbinden. Slow Marketing propagiert grundsätzlich intensiven persönlichen Kontakt mit Ihren Kunden, um Vertrauen aufzubauen und diese in verschiedene Unternehmensprozesse einzubinden. Die richtige Personalauswahl wird daher für Slow Brands essentiell wichtig. Die Mitarbeiter sind die ersten Markenbotschafter. Wo der direkte Kontakt nicht möglich ist bieten sich heute Soziale Netzwerke als Ersatz an. Diese basieren auf dem Konzept des (meist kostenlosen) Teilens von Inhalten, Interaktion und dem Bilden von Netzwerken. Man gewinnt Fans durch gute Inhalte, respektvolle Interaktion und den behutsamen Aufbau von Beziehungen. Ein durchaus langwieriger Prozess, der oft unterschätzt wird. Ein Blog oder Engagement in sozialen Netzwerken passen daher sehr gut ins Slow Marketing Konzept – Twitter aufgrund seiner extremen Verkürzung und Geschwindigkeit eher weniger.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Marke denn Slow Brands leben länger!

Autor: Christoph Grass

Google

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